Hyundai Healthcare Cockpit macht den Fahrer unterwegs wieder fit

  • Hyundai zeigt auf der CES Konzepte für entspanntes und sicheres Autofahren
  • Sensorgesteuertes Cockpit aktiviert den Fahrer oder beruhigt ihn – je nach Bedarf
  • Mobilität jenseits des Autos: Roboterhilfe für körperlich beeinträchtigte Menschen

- Wie Technologie innerhalb und außerhalb des Fahrzeugs in Zukunft Menschen dabei helfen kann, ihre Mobilität zu verbessern, zeigt Hyundai auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas.

So verbessert das als Konzept vorgestellte „Health + Mobility Cockpit“ den körperlichen, aber auch den mentalen Zustand des Fahrers. Es soll dazu beitragen, dass sich der Fahrer jederzeit wohlfühlt und auch unter schwierigen Fahrbedingungen kein Stress aufkommt – oder schnell wieder abgebaut wird.

Schon in näherer Zukunft könnte die Technologie Einzug in Serienfahrzeuge erhalten. Dabei messen mehrere Sensoren, wie fit der Fahrer ist – indem sie zum Beispiel an Atemfrequenz und Atemtiefe erkennen, ob er gestresst ist. Über Messungen der Augenbewegungen, sogenanntes Eyetracking, und eine Gesichtserkennung ermittelt das System, wie müde der Autofahrer ist oder in welchem emotionalen Zustand er sich befindet.

Um den Fitness- und Gemütszustand des Fahrers wieder zu verbessern, kann das Healthcare Cockpit eine Reihe von Gegenmaßnahmen einleiten. Dazu gehört unter anderem, dass der Sitz automatisch in eine aufrechtere Position eingestellt wird, wenn der Fahrer müde wirkt. Zeigt er Anzeichen von Unwohlsein oder Anspannung, startet ein Massagesystem, das mit Hilfe von pneumatischen Polstern Verspannungen im Rücken entgegenwirkt.

Wie in einer Wellnessbehandlung fühlt sich der Fahrer auch bei der automatischen Aromatisierung des Innenraums. Je nachdem, welche Stimmungslage die Sensoren entdeckt haben, werden zum Beispiel Lavendel- oder Eukalyptus-Aromen über die Klimaanlage zugeführt – sie können einen Fahrer beruhigen, während Gerüche wie Zeder oder Pfefferminze die Sinne anregen und beleben.

Positiven Einfluss nehmen unterschiedliche Lichtstimmungen, die über LED-Leuchten im Cockpit erzeugt werden. Beispielsweise lässt sich die Aufmerksamkeit des Fahrers dadurch erhöhen, dass ein simulierter Sonnenaufgang dem Körper signalisiert, dass es an der Zeit ist, wieder wach zu werden. Gleichermaßen wirken wechselnde Temperaturen, die Körper und Sinne schärfen. Eines der wirksamsten mikrosensorischen Instrumente ist es, Klänge einzusetzen – mit der Audioanlage des Fahrzeugs ist das Mittel dazu bereits vorhanden. Das Healthcare Cockpit und seine Sensoren steuern das Radio, um entspannte oder dynamische Sound-Umgebungen zu schaffen, die sich dann wieder positiv auf den Fahrer auswirken.

Das Konzept von Hyundai erlaubt es dem Fahrer auch, über abrufbare Modi seine Stimmung gezielt zu beeinflussen, um zum Beispiel unterwegs noch einige Arbeiten zu leisten – private oder geschäftliche Anrufe zu erledigen, Memos zu diktieren oder kleinere Aufgaben auf einer Checkliste abzuarbeiten. Die Vernetzung des Smartphones und seine einfache Bedienung sowie Sprachsteuerung helfen dabei, dass die Augen immer auf der Fahrbahn bleiben und der Fahrer nicht abgelenkt wird.

Tragbares Robotersystem

Mobilität über das Auto hinaus ermöglichen die ebenfalls in Las Vegas präsentierten neuen tragbaren Robotersysteme. Sie helfen gelähmten oder älteren Menschen, sich wieder wie mit eigener Kraft zu bewegen. Die H-MEX und HUMA genannten Systeme werden wie ein äußeres Skelett angelegt und unterstützen mit Motorkraft die Bewegung des Menschen. Herausnehmbare Akkus versorgen sie mit Strom; ihre Leichtbaurahmen sind in der Länge verstellbar. H-MEX (Hyundai Medical Exoskelett) hilft Patienten mit unteren Rückenmarksverletzungen, wieder zu gehen. Das Gerät ist so feinfühlig gesteuert, dass Menschen mit Rückenmarksschädigungen nicht nur allein sitzen, stehen, auf einer Bank weiterrutschen oder sich drehen können, sondern auch gehen – und das sogar auf einer Treppe sowohl nach oben als auch nach unten.

HUMA (Hyundai Universal Medical Assist) unterstützt Menschen mit eingeschränkter Muskelkraft. Der Assistent nimmt dabei bis zu 40 Kilogramm Körpergewicht auf und hilft beim Gehen, Laufen, Treppensteigen – bis zu einem Tempo von 12 km/h. Als ein weiteres Einsatzgebiet von HUMA ist aber auch die Unterstützung bei schwerer körperlicher Arbeit denkbar, etwa beim Heben von Lasten. Bereits im Einsatz ist H-WEX (Hyundai Waist Exoskelett), das den Oberkörper und die Hüfte unterstützt, um Rückenverletzungen bei Arbeitnehmern zu verhindern, die schwere, sich wiederholende körperliche Arbeit leisten und Schweres heben müssen.

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