Menschen

Schduggard, heidanai!

- In Stuttgart gibt es derzeit rund 300.000 Pkw. Etwas derart Alltäglichem hinterher zu schauen, kommt einem allenfalls noch bei sündhaft teuren Exoten in den Sinn.

Oder wenn Annika Konert vorbeifährt: Der Hyundai i20 der 19-Jährigen zeigt fast alles, was den Menschen in ihrer Heimatstadt besonders am Herzen liegt.

Der frühere Oberbürgermeister Manfred Rommel ist dabei. Willy Reichert, zu seiner Zeit ein populärer Volksschauspieler und Teil des Komikerduos Häberle und Pfleiderer, selbstverständlich auch. Dazu Äffle und Pferdle, die beiden Zeichentrickfiguren des Südwestrundfunks. Betrachter entdecken den Fernsehturm, den Schloss­platz, das Kunstmuseum. Und nicht wenige Weisheiten, die auch weitab der baden-württem­bergischen Landes­hauptstadt den Menschen und der Mentalität in Stuttgart zugeschrieben werden. „Wo mir sin, isch vorne“ heißt es zum Beispiel. Gerade diese Sprüche gefallen Annika Konert besonders gut, weil sie humorvoll mit dem im Südwesten weit verbreiteten Dialekt umgehen und zugleich das stolze Selbstbewusstsein der Schwaben zeigen.

Worte, Weisheiten und Willy Reichert: Dass der i20 von Annika Konert einmal ein ganz normaler, weiß lackierter Hyundai war, sieht man ihm nicht mehr an. Nachdem ein Künstler die Vorlagen geliefert hatte, ließ der Hyundai Händler Schwabengarage eine passgenaue Folie anfertigen, die den Fünftürer zum Werbeträger machte – und zum auffälligen Einzelstück der jungen Stuttgarterin

Überzeugende Probefahrt: Eigentlich sollte es ein i10 werden, aber der i20 ist flotter

All‘ das steht in keinem Buch, keiner Broschüre, ­keinem Reiseführer, sondern auf dem Auto der Schülerin eines Berufskollegs. Denn der Hyundai i20, mit dem die angehende Fachabiturientin seit rund einem Jahr jede Menge Aufmerksamkeit im Verkehr auf sich zieht, war ursprünglich als Werbeträger für den örtlichen Hyundai Händler im Einsatz. Bis ihn Annika Konert, aufgewachsen und heute noch zuhause im Osten der Stadt,  im Autohaus der Schwabengarage entdeckte. „Eigentlich bin ich wegen eines i10 dort gewesen“, blickt sie zurück. „Aber als ich mich in den i20 gesetzt habe, hat mir der Wagen sofort gefallen.“ Überzeugt hat sie auch die ­Probefahrt am Steuer des 74 kW (100 PS) ­starken ­Kleinwagens.

Der ging richtig ab, klasse war das

Annika Konert fährt gerne Auto und gerne auch flott. „Man kauft ja nicht jeden Tag ein neues Auto. Da soll es dann auch schon etwas Vernünftiges sein“, betont sie. Es hätte auch gerne noch etwas Schnelleres sein können. „Aber der i30 war mir dann doch etwas zu groß“, fügt sie an. Ist jedoch nicht auch schon ein Neuwagen vom Format des i20 für eine Schülerin etwas eher ­ungewöhnlich? „Meine Eltern haben einen guten Teil zum Auto bei­gesteuert“, sagt sie und fügt an: „Ich arbeite jedes Wochen­­ende in der Nachtschicht in einem Krankenhaus und nebenher noch als Babysitterin. Da habe ich sowieso keine Zeit, Geld auszugeben.“ Da ist es besser in einem Auto angelegt, das die tägliche Fahrzeit zum 20 ­Kilometer entfernten Berufskolleg in Winnenden im Vergleich zum öffentlichen Nahverkehr erheblich reduziert. „Mit dem Bus wäre ich eine Stunde lang unterwegs“, gibt sie zu bedenken.

Überredeter Verkäufer: Annika Konert ließ nicht locker, bis sie ihren Wagen endlich hatte

Und die auffällige Folierung des Wagens, für die ein Künstler aus ihrer Heimatstadt die Vorlage beisteuerte? Mehr aus einer Laune heraus denn aus Überzeugung meldete sie damals nach der Probefahrt im Autohaus ihr Interesse an genau diesem Modell an.

Es hat schon ein bisschen gedauert, bis ich den Verkäufer überredet hatte. Und anfangs war es auch sehr ungewohnt, dass so viele Leute auf mein Auto ­geschaut haben. Aber heute würde ich ihn nicht mehr hergeben wollen.

Der Hyundai i20 ist ihr ans Herz ­gewachsen und zum zuverlässigen Begleiter im Alltag geworden. „So ä Käpsele“ würde man in Stuttgart sagen – und so steht es schließlich auch auf dem Wagen.

Verbrauchs- und Emissionsangaben

Das Hyundai i20 Facelift und das i20 Active Facelift wurden noch nicht für den deutschen Markt homologiert und die Fahrzeuge sind noch nicht im Verkauf. Die Homologation und die Kraftstoffverbrauchsermittlung der deutschen Länderausführungen erfolgen im Rahmen der Markteinführung.

Die Angaben laut amtlichen Messverfahren für das Modelljahr 2016 nach NEFZ-Testzyklus lauten:

Kraftstoffverbrauch in l/100 km für den Hyundai i20: innerorts 8,5-3,5, außerorts 5,1-3,0, kombiniert 6,4-3,2; CO2-Emissionen in g/km kombiniert: 148-84; CO2-Effizienzklasse: E-A+.

Angaben gemäß den amtlichen Messverfahren.

Text: Lars Buchkau

Fotos: Angelika Emmerling

 

Stand: Herbst 2017